Was ist der „Tag der Bundeswehr“?
Der „Tag der Bundeswehr“ wurde 2015 von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen ins Leben gerufen. Jährlich öffnen an dem Tag etwa 16 Kasernen ihre Tore oder die Bundeswehr präsentiert sich in Innenstädten. Von Anfang an gab es auch Proteste gegen den Werbetag der Armee.

 

Warum gibt es den „Tag der Bundeswehr“?
Die Bundesregierung und die Armee haben heute zwei große Probleme: Zum Einen fehlt Nachwuchs für die immer neuen Auslandseinsätze und zum Anderen mangelt es an Zustimmung in der Bevölkerung für solch gewaltsame Interventionen in andere Länder. Daher versucht die Bundeswehr an ihrem „Feier“-Tag etwa mit ausgestelltem Militärgerät junge Leute für den Dienst an der Waffe zu begeistern. Und statt dem immer wieder bei Umfragen zum Ausdruck gebrachten Willen der Bevölkerung Rechnung zu tragen und Auslandseinsätze zu beenden, versucht die Bundesregierung die Menschen mit dem Millionen-Euro teuren Propaganda-Fest von ihrer Politik zu „überzeugen“.

 

 

 

Warum gibt es Proteste?
Die Bundeswehr stellt den Dienst an der Waffe gerne als spannendes Abenteuer für die gute Sache dar. Negative Aspekte – etwa die eigene Lebensgefahr im Einsatz oder der mögliche Befehl andere Menschen töten zu müssen – komme nicht vor. Dabei versucht die Bundeswehr schon Minderjährige für sich zu begeistern: 2.128 Minderjährige wurden 2017 von der deutschen Armee an der Waffe ausgebildet – das waren etwa 10 Prozent aller Rekrutinnen und Rekruten. Damit hat sich die Zahl der 17-Jährigen bei der Bundeswehr seit 2011 verdreifacht. Zudem werden die Einsätze der Armee beim „Tag der Bundeswehr“ nicht politisch hinterfragt. Die Friedens- und antimilitaristischen-Proteste an dem Tag müssen daher auch immer in einem größeren Zusammenhang gesehen werden: Ohne neue Soldatinnen und Soldaten keine Auslandseinsätze! Die gewaltsame Außen- und Sicherheitspolitik der Bundesregierung kann keinen nachhaltigen Frieden bringen.

 

Wie kann ich mich einbringen?
Informier dich auf der Startseite über die in diesem Jahr geplanten Proteste – schau vorbei, schließ dich den Aktionen an oder organisier selbst etwas: Jeder gewaltfreie Protest gegen das Militär am „Tag der Bundeswehr“ ist klasse!

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